Christa Manz-Dewald
Gedanken | La Mer et la mère


"La Mer et la mère"

1998
Beginn des Projektes
- Insel Elba, Hallig Langeness

2012
Ende des Projektes
mit den Impromptus von Schubert

Und die Dinge - wie die Objekte der
Kunst-, den Elementen anvertraut, ihnen
überlassen, an sie verschenkt, verwandeln
sich, öffnen ihr Antlitz:
Heiterer, gelöster Ausdruck, als erwiderten
sie den freundlichen Gruß der Frau, den
einst sie ihnen nachgesandt hatte.

Auf einem Blatt schrieb die Frau
-blasse Bleistiftstriche, die Schrift flüchtig,
als solle nicht geredet, nichts erklärt,
schon gar nichts behauptet,
als dürfe nur geflüstert werden-:
"Das Meer entwickelt meine Bilder"

Im dunklen Tauchbad
drunten in den Fluten schaukelnd
wiegend geborgen im lichtlosen Schoß
handlos gehalten
wächst es.
Die Mutter ist des Kindes inne
wird seiner gewahr
liebt
was ihr verborgen ist
was sie nicht sieht
Hoffnungsliebe.